Kaffee ist nicht gleich Kaffee

von admin
I'm A Lover I'm A Fighter I'm A SOT Demolition Diver.
August 18, 2021

Die Daten selbst, ob geschickt von einem Musikdienst oder vom Benutzer selbst auf einer Festplatte gespeichert spielen klanglich natürlich auch eine Rolle. Es gibt unterschiedliche Speicherformate nach ihrer Art, wie FLAC, AIFF, WAV, u.s.w. und es gibt diese in verschiedenen Formaten an Auflösung wie 16Bit und 24Bit oder 44.1kHz / 48kHz / 88.2kHz / 96 kHZ / 172.4kHZ / 192kHz / 384 kHz. Dazu kommen noch hochauflösende Formate in DSD (Direct Stream Digital), wie auf einer SACD gespeichert, also ein Ein-Bit Datenstrom der direkt aufgezeichnet, statt ihn – wie in klassischen Analog-Digital-Umsetzern üblich – intern zu dezimieren und mit geringerer Rate als Datenwort mit 16, oder 24 Bit Breite als PCM auszugeben. Auch hier sind mittlerweile der Sampling-Frequenzen keine Grenzen gesetzt. Ursprünglich war es ein DSD64 (das 64-fache einer 44.1kHz Abtastrate und heute gibt es bereits DSD128 / DSD 256 und DSD512. Auf die klanglichen Unterschiede möchte ich gar nicht näher eingehen das unterschiedliche Speicherformate (FLAC, AIFF, WAV) nicht so unterschiedlich klingen und man auch sehr einfach vergleichen kann und sich dann für eines der Formate entscheidet. Natürlich ist es immer besser, je mehr Auflösung man hat und man freut sich über jedes Album, dass man in einer höheren Auflösung hat als das ursprüngliche 16 Bit 44.1kHz einer CD. Von 88.1kHz/96kHz zu 176.2/192kHz ist es ein geringer Fortschritt und manchmal empfinde ich oder auch Kunden, gar keinen oder sogar die erste Variante angenehmer. Generell DSD Formate als besser zu bezeichnen kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich finde manche der Aufnahmen sehr angenehm und rund, aber weniger dynamisch und langweilig. Manche wiederum sind eindeutig besser, dann haben diese mehr Tiefgang und sind ausgewogener. Pauschal würde ich kein Format als das „Beste“ bezeichnen, ich höre mir einfach die Unterschiede an, wenn ich mal mehrere hochauflösende Aufnahmen in unterschiedlichen Formaten habe (das ist ja im Gegensatz zu anderen Vergleichen wenig komplex) und entscheide mich für das mir am ausgewogenste. Alle diese Unterschiede sind aber klein und bewegen sich in der Kategorie (vorausgesetzt die Aufnahme ist generell gut! Ansonsten lohnt sich gar kein Vergleich) von gut zu sehr gut, von sehr gut zu extrem gut. Generell sind Klangunterschiede im Vergleich zu den sonstigen Problemen von Streaming „marginal“.

 

Musikserver, Mediaplayer, Netzwerkplayer, Renderer, Streamer… was ist denn was?

Viele Musikliebhaber sinnieren gerne, wie schön die Zeit war, als es nur Schallplatten gab und keine CD’s. Jetzt kann man sich nur noch nach der Zeit sehnen, als es noch kein Streaming gab und man einfach eine CD in den Player gelegt hat und fertig. Heute wird Hifi dominiert von Gerätenamen wie Musikserver, Mediaplayer, Netzwerkplayer, Renderer, Streamer, Upsampler, Re-Clocker, u.s.w.

Die Vielfalt der Geräte ist grenzenlos geworden und keiner versteht so richtig mehr was ist was und vor allem: Was ist wichtig? Was das ganze so komplex macht und klanglich so unterschiedlich hat 4 maßgebliche Gründe.

 

1) Es wird in vielen Geräten ein PC gebraucht.
Musikdaten aus dem Internet oder von einer Festplatte bereitzustellen erfordert einen Musikplayer (der kann individuell von einem Hersteller sein oder einer von Softwareentwicklern, wie z.B. JRiver, Audiovarna oder ROON). Der wiederum benötig ein Betriebssystem und somit einen PC. Das können kleine PC-Platinen in kompakten Geräten sein oder massive und ultraschnelle Motherboards wie z.B. in Geräten von Pink Faun. Im ROON Nucleus kommt ein Intel NUC zum Einsatz mit i5 Prozessor und im Nucleus Plus mit i7 Prozessor.